Auswahl des Stücks «Die letschti Gotthardposcht »

Ein Ausflug im Jahr 1997 führte Madlen Mathys zu den Aufführungen nach Andermatt, da fand ein erster Kontakt zum Theaterstück statt. Sie benötigt bei jeder Theaterinszenierung eine Identifikation zum Stück, dessen Geschichte mit Leuten und Kleidung, Requisiten und allenfalls mit alten Fahrzeugen oder Fuhrwerken.

Die Besucher erwartet im Sommer 2015 ein Blick zurück ins Jahr 1882, als die neu eröffnete Gotthardbahn den anspruchsvollen Dienst der Postbeförderung über den Gotthardpass übernahm: Der Urner Postillon Andreas Marti und der Tessiner Postillon Attilo Ghielmetti absolvieren ihre letzten Fahrten über den Pass. Die neue Bahnlinie durch den Gotthard ersetzt die Postkutsche. Die Stimmung ist gedrückt. Zudem bereiten die Kinder dem Ehepaar Marti einige zusätzliche Probleme. Der Sohn Peter will eine junge Westschweizerin zur Frau nehmen und die Tochter ist verliebt in einen jungen Mann, der wegen einer Brandstiftung eine Zuchthausstrafe verbüsst hat. Die Eltern sind mit diesen Verbindungen nicht einverstanden. Dramatische Ereignisse führen zu einer unerwarteten Wende der Geschichte.

Nach Zusage des Verlags Breuninger überarbeiteten Madlen Mathys und Renato Cavoli das ursprüngliche Bühnenstück für die Freilichtinszenierung auf den Flüehli mit zusätzlichen lebhaften Geschichten und Volksszenen. 

Auf Wunsch der Rütscheler Singlüt kann Madlen Mathys die Theaterrollen fast ausschliesslich mit Frauen und Männern aus dem Chor besetzen. Es werden dabei auch unbekannte Gesichter auf der Bühne auftauchen, was für Madlen Mathys wieder eine neue Herausforderung bedeutet.

Mit den Freilichtspielen erlangte die Gemeinde Rütschelen einen hohen Bekanntheitsgrad in der Region. Während der Theateraufführungen entstehen viele Begegnungen und Freundschaften.

 

Renato Cavoli, Autor

 

Madlen Mathys, Regisseurin